Mittwoch, 17. Oktober 2018

Infocenter - Der Prognosemarkt

Was ist ein Prognosemarkt?

1945 entwickelte der österreichische Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek die These, dass Preise - entstanden durch Angebot und Nachfrage - Indikatoren für verteilte Informationen sind. Prototypisch dafür kann das Börsengeschehen gesehen werden: Aktienkurse zeigen mit ihren oft rasanten Entwicklungen immer wieder wie sensibel Preise auf verteilte Marktinformationen reagieren.

Prognosemärkte bedienen sich dieses Prinzips der Informationseffizienz von Märkten: Sie sammeln verteilte Information und aggregieren so, aus dem Wissen vieler, Prognosen mit hoher Genauigkeit. Fragen rund um aktuelle politische Entwicklungen können dabei genauso prognostiziert werden, wie relevante Unternehmenskennzahlen inklusive signifikanter Entwicklungstrends.

Bei klassischen Meinungsumfragen geht ein Institut aktiv auf ausgewählte Personen zu und fragt diese nach ihrer persönlichen Meinung (z.B. Wahlabsicht). Aus diesen Rohdaten wird dann die Prognose erstellt. Ganz anders bei Prognosemärkten: Hier bestimmen alleine die teilnehmenden Personen die Kurse der Aktien und damit die Prognose. Der Veranstalter greift dabei in die Preisbildung nicht ein. An Prognosebörsen wird auf die kollektiven Intelligenz der Teilnehmer vertraut, um eine zuverlässige Vorhersage von Ereignissen zu erhalten.

Politische Prognosemärkte

Bei politischen Prognosemärkten werden die kandidierenden Parteien oder Personen als Aktien abgebildet. Die Aktienkurse jeder Partei spiegeln die Erwartungen der Spieler über den Ausgang der Wahl wider. Der Prognosemarkt stellt so mit seinen Aktienkursen laufende Ereignis-Prognosen in Echtzeit zur Verfügung.

Teilnahme

Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn einen virtuellen Geldbetrag, mit dem gehandelt werden kann. Ziel des Spieles ist es, durch gute Prognosen sowie geschicktes Spekulieren den eigenen Vermögenswert zu maximieren. Am Ende des Spiels werden alle Wertpapiere von der Bank zu Werten zurückgekauft, die sich aus dem offiziellen Ausgang des zu prognostizierenden Ereignisses ergeben (z.B. amtliches Wahlergebnis).

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Eine Kurzanleitung für den schnellen Einstieg finden Sie hier.

Tipps und Tricks, die Spielern beim Handel helfen sollen und nützliche Hinweise zur Strategie an der Börse warten hier auf Sie.

Im Prognosebörse ABC werden häufig verwendete Begriffe erklärt.

Geschichte

Der erste Prognosemarkt wurde 1988 in den USA durchgeführt und sagte das Wahlergebnis der Präsidentschaftswahl zehnmal exakter voraus als alle Umfragen. Seit damals wurden in Dutzenden Ländern zu Wahlen derartige Märkte veranstaltet. In Österreich fanden zu jeder grösseren Wahl seit 1994 Wahlbörsen statt, die bei den Internet-Usern zunehmend an Beliebtheit gewonnen haben.

pro:kons Prognosemärkte

Dieser Prognosemarkt basiert auf dem Prognosemodul von pro:kons, einem Produkt der Fa. BDF-net Agentur für neue Medien GmbH. Der Produktname pro:kons steht für PROgnose und KONSensfindung. pro:kons bietet neben einem Softwaremodul für Prognosebörsen auch ein Konsensfindungsmodul zur effizienten Unterstützung von Entscheidungsfindungsprozessen in Organisationen. Mehr über pro:kons finden Sie auf www.prokons.com.

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